18 die beste Zeit meines Lebens – Chartshow revisited

Die Chartshow habe ich bisher nicht kommentiert weil ich es selten fertigbekomme mich auf ein dermaßen niedriges Niveau herabzulassen, aber diesmal hat mich der Zapp-Teufel bei 18 der Mist meines Lebens erwischt und als ich die besonders eigenwillige Konstellation an coolen Sofarockern gesehen habe hielt mein Daumen erschreckenderweise bei RTL still.

Da saß der wandelnde Fackelmann Axel Schulz und erzählte von seiner erotischen Bildersammlung in seiner Junggesellendusche, doch als man in peinlichster RTL-Manier auf Tschernobyl zu sprechen kommt fällt dem Altboxer (welche Titel hat er nochmal gesammelt?) rein gar nichts dazu ein. Als hätte er gerade eben erst erfahren daß es in Tschernobyl Anzeichen auf Probleme in einem Reaktor gibt. Ebenso hat er auch an dem Abend erst gelernt was Laminat ist, denn zuerst kannte er es nicht und später erklärte er daß er es in seiner eigenen Bude verlegt hatte. Kann ein Mensch so verplant sein?

Daneben ständig der ultrawitzige Oliver “hihi-er-hat-von-hinten-gesagt” Geissen der das Abendpublikum mit denselben Schulhofsprüchen versorgt wie auch seinen ehemaligen Nachmittags-Talkshow-Kindergarten. Ja Olli, du bist ein Rocker, du bist lustig und deine Shows sind immer das beste der Welt. Was würde der Mann nur machen wenn er sich richtige Arbeit suchen müsste, wer würde denn so ne Type einstellen?

Dann noch ein paar Runden zuschauen wie diese Superelite von Superpromis sich im Krawattenknoten versucht und teilweise eher den Eindruck einer gekonnten Halsschlinge hinterließ, sowie ausgiebiges Macarena Tanzen bei welchem das gesamte Klatschvieh auf den Studiorängen engagiert mit- und sich noch lächerlicher machte.

Den Abschuss brachte für mich aber der obercoole und mega super Entertainer Daniel Hartwich. Da hockt dieses hochinteressante Individuum den ganzen Abend selbstverliebt auf dem Kuschelsofa und klopft große Sprüche, als dann Olli der schenkelklopferwerte Einfall kommt er könne doch mit einer im Publikum anwesenden Dame – war es die Miss Deutschland? – eine Runde Macarena tanzen. Auf einen Schlag wurde Daniel Hartwich ganz nervös, schaute die Frau nicht mal an, stellte sich vertrottelt an, schrie herum und ohne sich von dem Mädel wieder zu verabschieden rannte er nach wenigen Sekunden aufgeregt und vogelzeigend wieder davon.

Hat der etwa ein Problem mit Frauen?  Nicht gerade die feine Art so eine nette Dame zu behandeln. Das ging wohl kräftig in die Hosen, Herr Hartwich, pubertierende Sprößlinge hätten diese Situation bestimmt reifer gemeistert.

Fazit: 18 die beste Zeit meines Lebens ist die gefühlt tausendste unnötige Neuauflage der unbrauchbaren Chartshow mit uninteressanten Gästen und extrem unausgelasteten und gelangweiltem Publikum. Zwei Stunden alleine im schalldichten farblosen runden Zimmer sind unterhaltsamer.

Einen netten Artikel schreibt auch die Welt dazu und die Quoten bestätigen den Miesen Eindruck nur noch.

Ein Zuschauer to “18 die beste Zeit meines Lebens – Chartshow revisited”

  1. Lukas Ormer sagt:

    Gutes Statement. Axel Schultz in einer Sendung? Schon weiß ich, dass ich da nicht einschalten brauche, erst recht nicht, wenn Geißen moderiert. Das ist einfach verschwendete Zeit.

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