Sommermädchen 2009 – Misswahl für Anspruchslose
ProSieben schafft es immer wieder neue Maßstäbe in Sachen Fernsehverblödung zu setzen. Die Sommerlochpraktikanten haben eine neue sinnbefreite Show namens Sommermädchen 2009 kreiert und tatsächlich auch noch 16 gutgläubige Kandidatinnen gefunden – nämlich aus jedem Bundesland Deutschlands eine – welche sich unbedingt mit diesem zweifelhaft rühmlichen Titel schmücken möchte.
Was bedeutet es denn genau Sommermädchen zu werden? Die Mädels wissen anscheinend genau Bescheid, denn jede behauptet daß sie das Zeug dazu hat. Bei ProSieben bin ich mir da nicht so ganz sicher, denn die Darstellung auf der Website ist mehr als dürftig und lässt dem interessierten Zuschauer mehr als einige Fragen offen.

Die Vorauswahl war bereits eine Zumutung für den Zuschauer aber die Wettbewerbe konnten damit locker mithalten. Das albernste daran war nicht mal der ewige Zickenkrieg unter den Kandidatinnen welcher von den Initiatoren bestimmt nicht vorhergesehen wurde sondern die Bewertungen der Wettkämpfe. Immerhin geht es um einen Titel, und auch wenn dieser keinen wirklichen Wert besitzt so sollte der Wettkampf trotzdem einigermaßen fair ausgetragen werden.
So durfte ich miterleben wie die Alphabetin Anastasia alleine für ihren Mut am Turmspringen teilzunehmen (nachdem sie sich zuerst geweigert hatte) mehr Punkte kassiert hat als andere Mädels die von Anfang an engagiert waren und bessere Sprünge gezeigt haben. Schnell wird dem Zuschauer dabei klar daß es nur darum geht den Zickenterror zu forcieren.
Ich habe in manchen Berichten gelesen daß die Mädels als nicht besonders helle bezeichnet werden. Wenn ich mir das Gequassel der Moderatoren Charlotte Engelhardt und Steven Gätjen aber so anhöre glaube ich daß dieses Duo alle 16 Kandidatinnen locker unterbietet. Von den weiteren Jury-Exzellenzen ganz zu schweigen – besonders die beiden obercoolen und notgeilen Fachkompetenzen welche die Körper der Sommermädchen bewerten durften.
Jedenfalls hat dieses Leiden nun ein Ende gefunden, die Nina hat den Titel und wird nach Mexiko in den Discounturlaub geschickt. Ihr Freudenschrei war mehr als gekünstelt übertrieben, dank der Aufzeichnung durfte sie diesen wahrscheinlich mehr als ein paar Mal üben. Dazu bekommt sie noch ein Fotoshooting bei FHM sowie einen Journalistenjob bei taff. Na da wünsche ich viel Vergnügen.
Ich warte derweilen noch auf das absolute Spitzentreffen: Anastasia meets Kader Loth.